Historie - Bau und Ausbau GmbH Zahna

Staatsbesuch 1968

„Staatsbesuch 1968 in der PGH Brunnenbau – Gerald Götting (dritter von rechts – mit Brille), stellvertretender Staatsratsvorsitzende der Blockpartei CDU der DDR besichtigt die Firma. Der PGH Vorsitzende, Herr Paul Henze (5. von rechts) führt durch die Firma“

Büchner

Der PGH Buchhalter, Herr Büchner, 1966 an seinem „Computer“

Betriebsfeier

Gefeiert wurde wesentlich, mehr als heut zutage.

Rohrgraben

Die Wasserversorgung in den DDR Städten wurde in der Regel
ohne Bagger realisiert, da nicht vorhanden. Gefragt war Handarbeit bei der
Herstellung der Rohrgräben – hier ein Bild von 1959.

Ende der 60er Jahre wurden 2 Produktionsgenossenschaften des Handwerks (PGH), die Vorläufer der jetzigen GmbH, aus 8 Familienunternehmen gebildet, die selbst fast alle in den 20iger und 30iger Jahren des vorigen Jahrhunderts gegründet wurden.

  • Aus der Dachdeckerei Meusel, den Maurerbetrieben Fromm und Köppe, dem Straßenbau Zimmermann und der Zimmerei mit Sägewerk Harnisch, entstand die PGH “Der Bauhof” 1959/60.
  • Aus den Installations- und Brunnenbaufirmen Henze und Klaus sowie der Klempnerei mit Verzinkerei Leben wurde die PGH “Brunnenbau” 1958 gebildet.


Diese Firmen wurden von der DDR – Regierung 1972 zwangsweise in zwei VEB`s umgewandelt und 1975 zum VEB Bau und Ausbau Zahna vereinigt, dann 1985 in den “Gemischtwarenladen”, VEB Kreisbaubetrieb, integriert.


Nach der Wende wurde auf Bestreben der ehemaligen PGH – Mitglieder und der Einfachheit halber, die 2 PGH in der Form des VEB Bau und Ausbau Zahna reprivatisiert.


Nach einem Anpassungsvorgang profilierte sich die Bau und Ausbau GmbH Zahna nach der Wende insbesondere in der Altbausanierung, dem Brunnenbau und dem Rohrleitungsbau und ab Mitte der 90er Jahre auch im Denkmalschutz mit Zulassung der Denkmalbehörden.


Die spektakulärsten Referenzobjekte hierbei waren:

  • Rekonstruktion der Hundertwasserschule in Wittenberg (EXPO 2000)
  • das Cranachhaus und 
  • die Alte Sternwarte in Wittenberg u.v.m.


Entsprechend der aktuellen Marktentwicklung ab 1998 und der vermehrten Nachfrage von individuell geplanten Einfamilienhäusern, wurde das sogenannte 2. Standbein der Firma, der schlüsselfertige Einfamilienhausbau, verstärkt ausgebaut.


Im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft Märkische Landhäuser, machte Zahnabau sich bereits zu dieser Zeit einen Namen und war für diese bis 2009 tätig. Bis dahin baute sie allein in Ludwigsfelde und Umgebung über 450 schlüsselfertige Märkische Landhäuser. Durch die qualitativ hochwertige Bauausführung und diesbezügliche Bauherrenweiterempfehlungen wurde von Zahnabau maßgeblich der Markenname Märkische Landhäuser am Hausbaumarkt etabliert.


Durch unüberbrückbare Differenzen trennte sich Zahnabau 2009 von diesem Bauträgersystem und realisiert fortan, vollständig unabhängig sein Eigenprodukt „Fläminghaus“.



Hans-Jürgen Henze
Geschäftsführer der Bau und Ausbau GmbH von 1990 – 2014
(Firmenangehöriger seit 1968)

Brunnenbau

Die Brunnen wurden bis in die 80 er Jahre mit handgefertigten Dreiböcken und ausschließlicher Handarbeit erstellte.

Baustellentransport

Kleintransport zur Baustelle des Dachdeckers Meusel mit seinem Opel P 4 - 1964